Im freien Fall - Improtheater aus Berlin
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Im freien Fall


Was ist Impro-Theater?

Woher kommt Impro-Theater? | Spielformen

Das Spiel mit dem Unvorhersehbaren, das Spielen im Moment, mit dem, was da ist, was kommt. Es gibt keine Drehbücher und Regieanweisungen, keine Requisiten oder Textvorlagen. Alles was geschieht, geschieht ohne vorherige Überlegungen, hängt ab von der Spontaneität der Schauspieler, ihrem Einfallsreichtum und ihrer Bereitschaft, miteinander zu agieren.
Bevor eine Szene beginnt, holen sich die Schauspieler manchmal Inspirationen aus dem Publikum, sie fragen nach Gegenständen, die in der Geschichte vorkommen sollen oder nach Orten, wo die Szene spielen soll. Das Publikum zählt den Countdown und dann geht's los:
Die komischsten und absurdesten Geschichten werden frei improvisiert!

Woher kommt Impro-Theater?

Als Entwickler dieser Spielform gilt Keith Johnstone, der britische Dramaturg, der 1971 in Calgary, Kanada das "Loose Moose Theatre" gründete und dort den "Theatersport" etablierte. Theatersport ist eine besondere Form des Improvisationstheaters, in dem zwei Teams "gegeneinander" antreten und das Publikum anschließend bewertet, welche Gruppe die bessere Szene gespielt hat. Seitdem hat sich diese Spielform in allen möglichen Varianten weiterentwickelt.

Spielformen

Zur Inspiration der Spielerinnen und Spieler und auch um das Spiel für die Zuschauer abwechslungsreicher zu machen, gibt es verschiedene Spielformen, derer man sich bedienen kann. Spielform meint, dass man sich vorher auf bestimmte Regeln einigt, die in der nächsten Szene gelten sollen. Hier einige Beispiele:

Die ABC-Szene
Ein Spieler beginnt eine Szene mit einem Satz, der mit dem Buchstaben "A" beginnt. Jeder folgende Satz muss nun mit dem jeweils folgenden Buchstaben im Alphabet beginnen.

Die Emotionsachterbahn
Es steht ein Stuhl auf der Bühne, wenn zwei Spieler eine freie Szene beginnen. Jedesmal wenn ein Spieler den Stuhl berührt, ruft ihm das Publikum eine "Emotion", ein "Gefühl" wie z.B. Leidenschaft, Zorn, Unterwürfigkeit, Friedfertigkeit etc. zu. In dieser neuen Haltung wird die Szene dann weitergespielt.

Freeze - tag out
Zwei Spieler werden vom Publikum in eine Ausgangsposition gestellt. Die beiden beginnen eine Szene. Wenn sich ein anderer Spieler inspiriert fühlt, klatscht er in die Hände, die beiden verharren in ihrer Körperhaltung (freeze), der Klatscher wechselt einen Spieler aus, nimmt dessen Körperhaltung an und beginnt eine komplett neue Szene. Dies wiederholt sich bis zu 10 mal.

Szene auf Zeit
Zwei bis drei Spieler spielen eine Szene, die maximal 3 Minuten lang sein darf. Dann wird die Szene in 1 Minute, in 30 Sekunden, in 15 Sekunden und in 5 Sekunden wiederholt.

Von diesen Spielformen gibt es unendlich viele und jeder ist aufgerufen, neue dazu zu erfinden.


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